kaOs goes Brazil

Im Juli werden wir ein zweiwöchiges Zirkusprojekt in einer Comunidade in Iguazú machen und insgesamt dreieinhalb Wochen in Brasilien unterwegs sein:

FOZ DO IGUAÇU, BAIRRO PORTO MEIRA
 
Das Viertel Porto Meira (Projektgebiet) befindet sich in den südlichen Vororten, nahe der argentinischen Grenze. Es wurde 1997 erbaut und hat seitdem eine Ansammlung von Häusern in prekären Verhältnissen hervorgebracht, angefangen mit improvisierten und missbräuchlichen Ansiedlungen von Migrant*innenfamilien aus verschiedenen Teilen Brasiliens und Paraguays. Die prekäre Situation der städtischen Siedlungen hat sich mit der jüngsten Besetzung eines großen Teils des Viertels im Jahr 2012 und der Schaffung einer neuen Comunidade erneut verschlechtert. Insgesamt gibt es in Porto Meira drei arme Gemeinden, die durch Hausbesetzungen entstanden sind: Morenitas 1 und Morenitas 2, die trotz der Bemühungen der Bewohner*innen, die infrastrukturellen Bedingungen schrittweise zu verbessern, auf kommunaler Ebene noch nicht formell anerkannt sind, und die neuere Gemeinde „Bubas“, die sich in einem Zustand großer Armut befindet.
Hier ist die brasilianische NGO Sociedade Civil Nossa Senhora Aparecida (SCNSA) tätig, die 1997 in Foz do Iguaçu offiziell aus dem Zusammenschluss zweier italienischer Ordensinstitute hervorgegangen ist: der Kongregation der Söhne der Unbefleckten Empfängnis und des Instituts der Schwestern von der Tröstenden Jungfrau Maria. Die SCNSA hat ihren Sitz im Vorort Porto Meira und ist an der Durchführung von Programmen zur ganzheitlichen Betreuung des Menschen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Ausbildung beteiligt: in der medizinischen Ambulanz „Nossa Senhora Aparecida“, im Kindergarten „Mãe Maria“, im Zentrum für ganzheitliche Betreuung von Jugendlichen (CAIA) und im Programm CAF (Lehrlings- und Ausbildungskurse) für Jugendliche.
Die Pré-escola befindet sich in der Nähe der Favelas Morenitas und Bubas und versucht, den Mangel an Bildungseinrichtungen im Verhältnis zur Nachfrage der Bevölkerung auszugleichen.

Das 2001 gegründete CAIA bietet Freizeit-, Sport- und Kulturaktivitäten für einkommensschwache oder gefährdete Vorschulkinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren im Stadtteil Porto Meira an. Im Jahr 2010 begann sie auch mit den Aktivitäten der „reisenden CAIA“ in den angrenzenden Gemeinden, von denen bis heute 600 Kinder und Jugendliche profitiert haben

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