Auf der Suche nach einem Konzept von ganzheitlichem Körpererleben gründeten Tilmann Schleicher und Walter Winkelhofer 1986 den Sportverein PARA. Das Bewegungslabor (vormals Anders.Turnen) gibt den Kindern die Möglichkeit sich bewegungsmäßig frei zu entfalten, indem jedes Kind seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen und sich weiterentwickeln kann. Die Vielfältigkeit von Bewegungsangeboten wurde auf verschiedene Bereiche übertragen (Anders.Turnen, Tanz, Aikido, Spiele, etc.).
Die Beobachtung, dass das Konzept der Bewegungslandschaft zu wenig Impulse für die Bewegungs- und Persönlichkeitsentwicklung von älteren Kindern bzw. Jugendlichen bot, bewog Tilmann Schleicher andere demokratische Projekte zu besuchen und zu erforschen. Das führte ihn zur Pestalozzi Schule in Ecuador, nach Summerhill in England, nach Moo Ban Dek in Thailand und nach Benposta Kinderrepublik in Spanien sowie Südamerika. Die Folge dieser Besuche war die Gründung des Circus KAOS 1991.
Durch die Entwicklung der verschiedensten Bewegungs- und Ausdrucksformen der Kinder des Sportvereins PARA und des Circus KAOS wurden immer vielfältigere Geräte benötigt, um die kreativen Ideen in Realität umzusetzen. 1996 gründete Schleicher deswegen das Institut für Spiel- und Sporttechnologie zur Planung und Entwicklung neuer Bewegungs- und Zirkusgeräte. Es handelt seitdem auch mit diesen Materialien.
Im Jahr 1998 hat er schließlich den Kulturverein KAOS gegründet, der als Träger aller kulturellen Veranstaltungen und Auftritten des Circus KAOS und der Zirkus Akademie Wien fungiert.
Um die Lust an der Bewegung und die Faszination der Zirkuswelt auch Erwachsenen zu ermöglichen, gründete Schleicher in Kooperation mit Martin Krinninger 2001 die Zirkus Akademie Wien. Sie ist ein zweijähriger Lehrgang für Zirkuskünste und Zirkuspädagogik, um die oben genannten Zielsetzungen auch für Erwachsene umzusetzen. Damit wurde erstmals dem Bedürfnis nach solch einer Ausbildung in Österreich Rechnung getragen.

